Was Erkältungssymptome lindert

 

Ein junges Paar schnäuzt sich zu Hause ins Taschentuch.

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Herbst und Winter haben meistens die eine oder andere Erkältung im Gepäck. Typische Symptome sind Heiserkeit und Halsschmerzen, Schnupfen und Husten. Manchmal kommen auch Fieber und Kopfschmerzen dazu. Mit einer gewöhnlichen Erkältung wird der Körper in aller Regel innerhalb von wenigen Tagen wieder fertig, dabei kann man ihm durch einige Maßnahmen helfen.

Ruhe ist mit die beste Medizin

Am schnellsten klingen die Symptome in aller Regel wieder ab, wenn der Körper sich ganz auf deren Bekämpfung konzentrieren kann. Dazu braucht er vor allem Ruhe. Leichte Spaziergänge an der frischen Luft sind zwar ebenfalls hilfreich, vor allem, wenn man sich bereits ein wenig besser fühlt. Davon abgesehen soll man sich jedoch schonen und vor allem auf Sport verzichten, bis man wieder komplett genesen ist. Auch sich dabei warm zu halten hilft, schnell wieder fit zu sein.

Richtig ernähren und viel trinken

Husten und Schnupfen gehen gerne einmal mit einem Appetitverlust einher. Über kurze Zeit ist es nicht schlimm, wenig zu essen. Kleine Mahlzeiten mit leichter Kost sind eine weitere sinnvolle Maßnahme. Dazu gehört zum Beispiel die berühmte Hühnerbrühe. Diese enthält durch das verwendete Gemüse wichtige Vitamine und darüber hinaus nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte, die der Körper braucht.

Vor allem benötigt der Körper viel Flüssigkeit, um die lästigen Sekrete und damit auch die Krankheitserreger ausscheiden zu können. Wasser, Tees und Suppen sind deswegen in jedem Fall eine gute Wahl. Mit den richtigen Teesorten kann man zusätzlich typische Beschwerden lindern. So helfen Ingwer und Kamille gegen Halsschmerzen, Thymian und Lindenblüten gegen Husten. Den Tee kann man zusätzlich mit Honig süßen, dieser wirkt antibakteriell und kann bei Heiserkeit helfen.

Der Körper braucht nun außerdem Vitamin C und Zink. Diese Nährstoffe befinden sich zum Beispiel in Paprika, Brokkoli, Kohlsorten, Haferflocken und Käse. Wenn der Appetit noch zu gering ist, kann auch der eine oder andere Fruchtsaft guttun.

Die Schleimhäute feucht halten

Trockene Schleimhäute tragen mit dazu bei, dass man sich schneller erkältet. Haben die Symptome bereits angefangen, ist es deswegen besonders wichtig, die Schleimhäute feucht zu halten. Einerseits darf dazu die Luft im Raum nicht zu trocken werden. Gerade bei Heizungsluft kommt es jedoch schnell zu einer geringen Luftfeuchtigkeit, diese kann die Atemwege auch weiter reizen. Oft kann es schon helfen, wenn man eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung stellt.

Auch Inhalationen helfen den Schleimhäuten und können dazu beitragen, dass der Körper Sekrete leichter loswird und man wieder besser durchatmen kann. Dazu kann man zum Beispiel Kochsalz in heißem Wasser auflösen. Den Dampf, der daraus aufsteigt, atmet man anschließend ein. Sehr wirksam sind auch Inhalationslösungen mit Kamille oder Pfefferminz, dazu kann man zum Beispiel entsprechende Öle ins Wasser geben. Wenn man ein Küchenhandtuch über den Kopf hängt, während man sich über die Schüssel beugt, kann der Dampf nicht zu den Seiten entweichen. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass man sich nicht an dem heißen Wasser oder dem Dampf verbrüht!

Klassiker unter den Hausmitteln

Zur Linderung von Erkältungssymptomen haben sich neben Inhalationen und Kräutertees außerdem weitere Hausmittel bewährt. Dazu zählen zum Beispiel Wadenwickel, um Fieber zu senken. Dazu werden die Waden mit nassen Tüchern und dann mit trockenen Tüchern umwickelt. Bei Kindern taucht man die Tücher in lauwarmes Wasser, bei Erwachsenen dürfen sie ruhig etwas kühler sein. Gegen Ohrenschmerzen wenden manche Menschen Zwiebelpäckchen an. Zwiebeln zählen aber auch sonst zu den Klassikern gegen Erkältung und Grippe.

Hilfreiche Medikamente

Hausmittel mögen oft hilfreich sein, können jedoch an ihre Grenzen stoßen. Wer unter einer verstopften Nase leidet oder mit festsitzendem Husten zu kämpfen hat, kann auf Medikamente gegen die Symptome zurückgreifen. Wichtig ist hier die richtige Beratung, denn beispielsweise bei Husten ist der Unterschied zwischen einem Hustenlöser und einem Hustenstiller ganz entscheidend. Nasensprays sollte man nur über einen möglichst kurzen Zeitraum anwenden, da sonst Abhängigkeiten entstehen können.

Wenn die Beschwerden trotz allem zu stark werden, hohes Fieber auftritt oder die Erkältung nicht nach ein paar Tagen abklingt, geht man besser zum Arzt. Auch wenn es sich nur um eine starke Erkältung handelt, kann es unschöne Folgen nach sich ziehen, wenn man sie verschleppt. Ist es doch eine ernstere Erkrankung, ist die ärztliche Behandlung umso wichtiger.
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